"Wir leben in Braunschweig und lieben Braunschweig"

Angela Volker-Brumme und Harald Volker gründeten vor 15 Jahren die von der Bürgerstiftung verwaltete „Volker-Brumme-Stiftung“. Die pensionierte Lehrerin und der ehemalige Technische Angestellte erzählen im Jubiläums-Interview, was Stiftungsarbeit für sie bedeutet und was der Bürger-Brunch damit zu tun hat.

15 Jahre Volker-Brumme-Stiftung. Was fällt Ihnen dazu als erstes ein?
Volker-Brumme: Unser erstes Projekt, die Street-Soccer-Liga. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche haben in einem Turnier miteinander Fußball gespielt. Organisiert haben wir es mit der ARUG (Arbeitsstelle  Rechtsextre-mismus und Gewalt), aber auch Freunde halfen. Wir haben die Polizei eingeladen – Jugendliche sind mit Brillen, die einen Rausch simulieren, einen Parcours abgelaufen. Sanitäter waren da und haben Erste-Hilfe-Tipps gegeben.

Volker:  Das Projekt stand unter dem Motto „Sport statt Gewalt“.

Was hat Sie 2005 überhaupt bewogen, eine Stiftung zu gründen?
Volker-Brumme:  Wir kommen beide aus Familien, die finanziell abgesichert sind. Wir hatten schon immer überlegt, eine Stiftung zu gründen, wussten aber nicht genau wie. Eine eigenständige Stiftung mit Vorstand und so weiter, das war uns alles ein bisschen suspekt. Dann waren wir beim Bürger-Brunch und haben Herrn Deissner kennengelernt. Er ist sofort auf uns eingegangen und hat uns die Möglichkeit einer Treuhandstiftung vorgestellt. Das hat uns schnell überzeugt.

Volker: So konnten wir eine Stiftung gründen, ohne die ganze Verwaltungsarbeit machen zu müssen. Die Bürgerstiftung bringt viele Sachen für uns auf den Weg und berät uns immer gut.

Volker-Brumme:Wir leben in Braunschweig und lieben Braunschweig. Deswegen haben wir uns entschlossen, etwas für Kinder und Jugendliche, aber auch Senioren in unserer Stadt zu tun.

"Es ist ein schönes Gefühl"

Was macht das Engagement durch eine Stiftung besonders?
Volker-Brumme: Wir haben immer schon an unterschiedliche Organisationen gespendet. Mir persönlich liegt aber viel daran, dass ich die Stiftungs-Projekte persönlich begleite. Beim Waldforum Riddagshausen habe ich zum Beispiel die Waldpaten-Ausbildung miterlebt. Es ist ein schönes Gefühl: man gibt Geld und wird mit einbezogen.

Welche Projekte unterstützt die Stiftung aktuell?
Volker-Brumme: Fußballtore in Timmerlah und einen Schwimmkurs für Mädchen, die sich diesen nicht leisten konnten. Ein langjähriges und von mir persönlich geleitetes Herzensprojekt ist immer noch das Wii spielen in Seniorenheimen – aber durch Corona ist das leider auf unbestimmte Zeit unterbrochen.Die Zeitstifter und ich treffen uns alle Vierteljahr. Wir haben jetzt überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, etwas ohne direkten Kontakt zu machen. Mal sehen, was uns einfällt.

Volker: Noch neuer ist die Theatergruppe, die junge Talente fördert und auf die Bühne bringt.

Volker-Brumme: Der Lindenblüten-Verein führt das Projekt durch und macht ein Casting mit Jugendlichen. Mit den ausgewählten Talenten wird ein Stück aufgeführt. Im Herbst sollen auch unter Corona die Proben beginnen.

Mehr über die Treuhandstiftung: www.volker-brumme-stiftung.de

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